In unserem heutigen Blogbeitrag wollen wir mal beleuchten, warum es keine per se schlechten Begebenheiten, Ereignisse und Gefühle gibt. Dazu befragen wir die großartige Michaela Ustorf, Ihres Zeichens Olympiateilnehmerin im Kunstturnen in Seoul 1988, Mentaltrainerin und Gründerin von Source Of Change, High Level Experience. Sie ist eine ausgewiesene Expertin für die Themen: das menschliche Bewusstsein, mentale und emotionale Kräfte und die Auswirkung dieser auf Ihre gelebte Realität.
SSL: Frau Ustorf, wir haben Wirtschaftskrise. Draussen ist es kalt. Alle jammern. Warum ist alles gut?
MU: Wir haben keine Wirtschaftskrise, sondern eine Denkkrise. Äußere Realität folgt immer den Überzeugungen und Glaubensmustern des Menschen. Einzeln oder im Kollektiv. Ändern Sie die Perspektive der Betrachtung und fragen Sie sich: Wenn wir viele Probleme haben, brauchen wir auch viele Lösungen. Konzentrieren Sie sich wieder auf Lösungen und helfen Sie anderen dabei, sich ebenfalls wieder auf Ziele, Visionen und Lösungen zu konzentrieren. Das Außen folgt dem Innen. Wenn Sie das verstehen, werden Sie nie wieder Opfer sein. Es ist kalt? Tja, entweder, Sie ziehen sich warm an oder Sie fliegen in die Sonne. Beides macht warm. Dingen und Umständen, die ich nicht ändern kann, führe ich keinerlei Energie zu. Vermeintliche negative Umstände positiv zu sehen erfordert einen völligen Perspektivenwechsel, ist aber JEDERZEIT möglich.
SSL: Wie schaffe ich es als Mensch aus etwas scheinbar Negativem etwas für mich vollkommen Neues, Motivierendes und damit Positives zu machen (z.B. bei Verlust des Arbeitsplatzes)?
MU: Hier geht es wieder um einen Standpunkt der Betrachtung, der gewechselt werden kann. Verliere ich den Job, habe ich beispielsweise die Möglichkeit, die Situation unter folgendem Gesichtspunkt zu betrachten: „O.k., jetzt bin ich endlich frei, habe Zeit und bin völlig offen für Neues. Jetzt kann ich endlich meine Berufung leben“ Es ist ein Wechsel der Perspektive, der aus etwas Negativem etwas Positives macht.
SSL: Wie werde ich Meister im Perspektivenwechsel?
MU: Wir sprechen hier von einem Prozess. Mir ist auch völlig klar, dass es sich einfacher anhört als es ist. Denn den eigenen Standpunkt für sich selbst glaubwürdig zu wechseln erfordert unglaublichen MUT. Sie werden sich aus Denkmustern befreien müssen, die tief in Ihr Gehirn gebrannt wurden. In diesem Prozess werden Sie mit Ihren Gefühlen und Emotionen konfrontiert. Sie müssen die 100% Verantwortung für Ihr eigenes Er-Leben übernehmen. Aber es ist möglich.
SSL: Wie erschaffe ich Realität?
MU: Im Grunde genommen erschaffen Sie gar nichts, außer sich selbst. Sie erschaffen sich selbst neu und die „Realität“ folgt automatisch. Das ist das Gesetz der Resonanz. Ändern Sie auch nur eine einzige Überzeugung, verändert sich Ihre eigene „Frequenz“ und das Außen reagiert sofort auf die veränderte Schwingung und passt sich an. Ein Meister macht so etwas ständig und wählt seine Erfahrungen immer wieder neu. Das Universum besorgt den „Rest“!
SSL: Was meinen Sie damit, wenn Sie von Universum sprechen?
MU: Ich spreche von einer übergeordneten Kraft. Eine Kraft, die in allem existiert, uns alle miteinander verbindet und derer wir uns unbegrenzt „bedienen“ können. Haben Sie irgendetwas damit zu tun, dass draußen der Baum wächst? Nein, und genau diese Kraft meine ich, wenn ich vom Universum spreche. Mir ist das Wort „Leben“ allerdings noch lieber. Das Leben lebt sich selbst.